Rezension zu Nordnacht von John Gwynne
- alsbuecher
- 8. Feb. 2022
- 2 Min. Lesezeit
Infos:
Titel: Nordnacht, Saga der Blutgeschworenen Autor: John Gwynne Übersetzer: Wolfgang Thon Verlag: Blanvalet Verlag Seitenanzahl: 609 Kaufen*:
Klappentext:

The Witcher meets Vikings: Der Auftakt der neuen düsteren High-Fantasy-Trilogie mit nordischen Göttern!
Die Romane von John Gwynne sind nichts für schwache Nerven: In England und in den USA steht der Autor für ein intensives, brutales und viele tausend Seiten umspannendes Fantasy-Erlebnis, das auch zahlreiche deutsche Leser begeistert hat. Jetzt erscheint Gwynnes neue Saga, die ihm den Durchbruch beschert: In »Nordnacht« treten Leser*innen eine Reise in eine Fantasywelt an, die der skandinavischen Mythologie entlehnt ist: Unheimliche Wesen, die an Andrzej Sapkowskis Monster erinnern, bevölkern den Norden. Ausgerechnet drei sterbliche Menschen müssen in dieser grausamen Welt bestehen und der größten Bedrohung entgegentreten: den von den Toten wiederauferstandenen Göttern ...
Das Cover sieht toll aus und passt zu der gewaltigen Atmosphäre die in dem Buch erschaffen wird. Es lädt gerade dazu ein die Seiten aufzuschlagen und in ihnen zu versinken.
Zugeben muss ich aber dennoch das ich einige Zeit gebraucht habe in die Geschichte zu kommen. Ich war vor allem am Anfang einige Zeit mit den verschiedenen Namen und Begriffen überfordert. So etwa ab der hälfte des Buches bin ich dann wesentlich besser damit zurecht gekommen wenn auch ab und zu etwas Verwirrung auftrat. Doch dafür war das Setting wirklich gewaltig. Es hat mir viel Spaß bereitet in diese Welt abzutauchen und sie zu entdecken.
Auch die Handlung an sich fand ich toll. Es ging meiner Meinung nach relativ langsam los und ich konnte die ganze Zeit nicht auf die Zusammenhänge schließen wodurch ich von manchen Wendungen sehr überrascht war. Der Schreibstil des Autors hat mich ebenso überzeugen können. Er ist bildgewaltig und passt zur erschaffenen Atmosphäre. Die Gesamte Geschichte liest sich dadurch flüssig.
Ich bin schon sehr gespannt darauf zu lesen wie es in den nächsten Teilen weiter gehen wird und freue mich schon darauf ein weiteres Mal in diese Gewaltige Welt eintauchen zu dürfen.




Vielen Dank für diese tolle Rezension! Ich stimme absolut zu, die Welt, die Gwynne erschafft, ist unglaublich immersiv und brutal. Man fragt sich oft, wie der Alltag in einer solch gnadenlosen Umgebung aussah. Doch selbst dort gab es sicherlich Momente der Ruhe und eine Wertschätzung für Handwerk, wie einige faszinierende Beispiele auch in modernem Kontext zeigen. Dieser Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen.
Die Kunst im Alltäglichen der Wikingerzeit
Gerade in Kulturen, die von Härte und Entbehrungen geprägt sind, entwickelt sich oft eine erstaunliche materielle Kultur. In der skandinavisch inspirierten Welt von „Nordnacht“ kämpfen die Menschen ums Überleben, aber das bedeutet nicht, dass sie keinen Sinn für Ästhetik hatten. Historisch gesehen war die Wikingerzeit voll von kunstvollen Alltagsgegenständen. Alles, von…